ImmoDienstag

Der Crashkurs für Entwicklung,
Verwaltung & Immobilienbesitz

Wien und Lagezuschlag

Ein Vortrag der Veranstaltung Aktuelle Themen in der Wohnungsvermietung vom 13.11.2018 18:00

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Das OHG Urteil Ende 2017 hat eine deutliche Änderung bei der Beurteilung eines möglichen Lagezuschlags gebracht. Wir wollen hier einen kurzen Abriss zur reellen Beurteilung geben und wie das Thema in der Praxis derzeit gehandhabt wird.


In ihrem Vortrag beim nächsten ImmoDienstag am 13.11. hält DI Sandra Bauernfeind, geschäftsführende Gesellschafterin der EHL Wohnen GmbH einen Vortrag über das Thema „Lagezuschlag“.

Was hat sich mit September 2018 in puncto Lagezuschlag geändert?

Bauernfeind: Die bisher gängige Praxis zur Ermittlung der Durchschnittslage mit einem Abstellen einzig auf den Wert des Grundkostenanteils wurde als nicht gesetzeskonform angesehen. Aus Sicht der Stadt Wien wurde dieser Entscheidung entsprochen, indem das Stadtgebiet auf Grund der baulichen Dichte in drei Zonen eingeteilt wurde. Nämlich in dichte, mittlere, und lockere Bebauung.

Das heißt, die Referenzgebiete haben sich geändert.

Bauernfeind: Das Referenzgebiet ist nicht mehr die ganze Stadt, sondern vergleichbare Gebiete. Als Referenzgebiet ist auf jene Teile des Wiener Stadtgebietes abzustellen die einander nach der Verkehrsauffassung in ihren Bebauungsmerkmalen gleichen und daher ein einigermaßen einheitliches Wohngebiet darstellen.

Laut OGH müssen andere Kriterien in den Lagezuschlag miteinbezogen werden.

Bauernfeind: Dazu zählen unter anderem die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, Grünraum oder Infrastruktur wie ärztliche Versorgung oder Einkaufsmöglichkeiten. Die Stadt Wien hat die Lagezuschlagskarte dahingehende angepasst. Das führt dazu, dass ein Teil von Wien nicht mehr lagezuschlagsfähig ist.

Wie wirkt sich die Situation auf die Immobilienwirtschaft aus?

Bauernfeind: Es haben sich die Parameter verschoben und die Immobilienbranche ist entsprechend verunsichert, denn bei genauerer Betrachtung führt die neue Lagezuschlagskarte zu einer Veränderung im Zinshausmarkt. Um in bestehende Substanz eines Hauses zu investieren braucht es nämlich eine gewisse Rechtssicherheit.

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