Aktuelle Themen in der Wohnungsvermietung

Der Wiener Immobilienmarkt ist in Bewegung. Fast dreißig Prozent aller in Österreich im ersten Halbjahr 2018 gehandelten Wohnungen werden in Wien verbüchert. Der Wert dieser Wohnungen liegt laut IMMOunited bei rund 1,93 Milliarden Euro, was eine Steigerung zu 2017 von rund 8,5 Prozent entspricht.

Aber nicht nur bei den Transaktionen tut sich einiges in der Bundeshauptstadt, sondern auch im gesetzlichen Bereich. Speziell die Änderung der Lagezuschlagskarte und das Thema „Kurzzeitvermietung” beschäftigen derzeit die heimische Immobilienbranche.

Im nächsten ImmoDienstag am 13.11. befassen wir uns daher bei unseren Vorträgen speziell mit diesen Bereichen. DI Sandra Bauernfeind, geschäftsführende Gesellschafterin der EHL Wohnen GmbH wird in ihrem Vortrag eine Übersicht über das Thema „Lagezuschlag” geben. In zwei weiteren Vorträgen werden wir uns aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit den aktuellen Themen auseinandersetzen.

Programm

  • 18:00 - 18:30 Eintreffen der Gäste
     
  • Sandra Bauernfeind

    Der Wiener Immobilienmarkt ist in Bewegung. Fast dreißig Prozent aller in Österreich im ersten Halbjahr 2018 gehandelten Wohnungen werden in Wien verbüchert. Der Wert dieser Wohnungen liegt laut IMMOunited bei ...

    Das OHG Urteil Ende 2017 hat eine deutliche Änderung bei der Beurteilung eines möglichen Lagezuschlags gebracht. Wir wollen hier einen kurzen Abriss zur reellen Beurteilung geben und wie das Thema in der Praxis derzeit gehandhabt wird.


    In ihrem Vortrag beim nächsten ImmoDienstag am 13.11. hält DI Sandra Bauernfeind, geschäftsführende Gesellschafterin der EHL Wohnen GmbH einen Vortrag über das Thema „Lagezuschlag“.

    Was hat sich mit September 2018 in puncto Lagezuschlag geändert?

    Bauernfeind: Die bisher gängige Praxis zur Ermittlung der Durchschnittslage mit einem Abstellen einzig auf den Wert des Grundkostenanteils wurde als nicht gesetzeskonform angesehen. Aus Sicht der Stadt Wien wurde dieser Entscheidung entsprochen, indem das Stadtgebiet auf Grund der baulichen Dichte in drei Zonen eingeteilt wurde. Nämlich in dichte, mittlere, und lockere Bebauung.

    Das heißt, die Referenzgebiete haben sich geändert.

    Bauernfeind: Das Referenzgebiet ist nicht mehr die ganze Stadt, sondern vergleichbare Gebiete. Als Referenzgebiet ist auf jene Teile des Wiener Stadtgebietes abzustellen die einander nach der Verkehrsauffassung in ihren Bebauungsmerkmalen gleichen und daher ein einigermaßen einheitliches Wohngebiet darstellen.

    Laut OGH müssen andere Kriterien in den Lagezuschlag miteinbezogen werden.

    Bauernfeind: Dazu zählen unter anderem die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, Grünraum oder Infrastruktur wie ärztliche Versorgung oder Einkaufsmöglichkeiten. Die Stadt Wien hat die Lagezuschlagskarte dahingehende angepasst. Das führt dazu, dass ein Teil von Wien nicht mehr lagezuschlagsfähig ist.

    Wie wirkt sich die Situation auf die Immobilienwirtschaft aus?

    Bauernfeind: Es haben sich die Parameter verschoben und die Immobilienbranche ist entsprechend verunsichert, denn bei genauerer Betrachtung führt die neue Lagezuschlagskarte zu einer Veränderung im Zinshausmarkt. Um in bestehende Substanz eines Hauses zu investieren braucht es nämlich eine gewisse Rechtssicherheit. [btn link="https://www.immodienstag.at/kommende/aktuelle-themen-in-der-wohnungsvermietung/" target=""]Zur Anmeldung[/btn]

    Stefan Wurzl

    Der Wiener Immobilienmarkt ist in Bewegung. Fast dreißig Prozent aller in Österreich im ersten Halbjahr 2018 gehandelten Wohnungen werden in Wien verbüchert. Der Wert dieser Wohnungen liegt laut IMMOunited bei ...

    Stefan Wurzl vom KSV1870 bietet beim nächsten ImmoDienstag am 13.11. eine Entscheidungsbasis zu einem brennenden Thema: „Ein guter Mieter mietet langfristig, zahlt zuverlässig und behandelt das Mietobjekt pfleglich. So einen Mieter kann man sich wünschen. Doch als Vermieter kennen Sie die Realität. Es gibt viele Interessenten – unter ihnen den richtigen Mieter zu finden, ist gar nicht so einfach."

  • 20:00 - 22:00 Get2gether mit anregenden Gesprächen
     

Downloads

  • Foliensatz Wien und Lagezuschlag 2.84 KB
  • Foliensatz Bonitätsfragen, was ist möglich? 1.69 KB

Bilder der Veranstaltung

Berichte & Kommentare

  • Walter Senk Walter Senk

    16.11.2018

    „Aktuelles rund ums Wohnen“

    Spannende und ausführliche Informationen gab es für die interessierten Zuhörer und Zuhörerinnen beim 19. „ImmoDienstag“ im Park Hyatt.

    Dass etwas, das nichts kostet, keinen Wert hat, mag sich im Sprachgebrauch so eingebürgert haben, für den ImmoDienstag gilt dies aber zweifellos nicht. Die exklusive Veranstaltungsreihe inklusive Netzwerken ist zwar für die Besucher und Besucherinnen kostenlos, dahinter stehen jedoch vier starke Partner, die diese tragen. Auch diesmal waren die Plätze nach der ersten Anmeldungsmöglichkeit in kürzester Zeit vergeben, und aufgrund der hohen Nachfrage mussten sie bereits im Vorfeld reglementiert werden.

    Beim letzten ImmoDienstag des heurigen Jahres wurde auf aktuelle Themen rund ums Wohnen gesetzt, und die Zuhörer und Zuhörerinnen bekamen aktuelle Entwicklungen in der Immobilienwirtschaft fachgerecht serviert.

    Sandra Bauernfeind gab einen Einblick in die aktuelle Situation in Wien rund um die OGH-Entscheidung und die damit verbundene neue Karte zum Lagezuschlag. Am Anfang ihres Vortrags zeigte sie in verständlicher Form die durchaus komplexe geschichtliche Entwicklung des Lagezuschlags, seine Berechnung und seine Eigenheiten.

    In einer aktuellen OGH-Entscheidung wurde die bisher gängige Praxis zur Ermittlung der Durchschnittslage mit einem Abstellen einzig auf den Wert des Grundkostenanteils als nicht gesetzeskonform angesehen. Sandra Bauernfeind referierte allerdings nicht nur über den Istzustand und die neue Lagezuschlagskarte in Wien, sondern zeigte anhand eines aktuellen Beispiels auch, welche Herausforderungen hier auf die Branche zukommen könnten.

    Rechtsanwalt Wilhelm Huck befasste sich mit den aktuellen Rechtsprechungen rund um das „Kurzzeitvermietungsgeschäft“. Lange hat es in Wien gedauert, bis auf dieses Thema reagiert wurde, doch jetzt scheint ein Stein ins Rollen gekommen zu sein. Anhand einer aktuellen OGH-Entscheidung, in der einer Mieterin aufgrund einer Vermietung ihrer Wohnung über eine Plattform die Wohnung gekündigt wurde, zeigte Wilhelm Huck die Entwicklungen zu diesem Thema.

    Im dritten Vortrag widmete sich Stefan Wurzl vom KSV1870 einem brennenden Thema: „Wie finde ich den richtigen Mieter?“ Dabei präsentierte er eine vom KSV entwickelte Bonitätsauskunft, die als Entscheidungshilfe bei der Auswahl der Mieter und Mieterinnen von großem Vorteil ist. 

    Die rund 100 Besucher und Besucherinnen ließen den Abend im Park Hyatt bei einem gemeinsamen Get-together ausklingen. Die Anwesenden netzwerkten bestens verpflegt, und dem Vernehmen nach dauerte dieser Teil der Veranstaltung weitaus länger als die Vorträge ...

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Veranstaltungsdaten

  • Datum: 13.11.2018 18:00
  • Ort: Park Hyatt Hotel
    Am Hof 2
    1010 Wien
  • Anmeldeschluss: 04.11.2018
  • Plätze: 100
  • Anmeldungen: 192
  • Teilnehmer: 113
  • Erhalten wir zu einer Veranstaltung mehr Anmeldungen als Plätze zur Verfügung stehen, verlosen wir alle Plätze per Zufallsprinzip unter allen Anmeldungen. Das Anmeldedatum hat dabei keinen Einfluss auf die Ziehung.

Programmverantwortlich

Markus Busta

Selbständiger Rechtsanwalt in Wien und Partner in der Kanzlei Hasberger_Seitz und Partner. mehr..

Veranstaltungsort

Park Hyatt Hotel
Am Hof 2
1010 Wien