High Net Worth Individuals und ihre Investments

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Im Hotel „Das Triest“ begann die ImmoDienstag-Saison in Wien. Die Veranstaltung wartete mit einem spannenden Thema auf: „Internationale High Net Worth Individuals in Wien“.

Bei drei Vorträgen bekamen die Gäste am ImmoDienstag im Hotel „Das Triest“ einen interessanten Einblick in die vielfältige Welt der Immobilien-Investoren. Die Vortragenden beleuchteten die Nachfrage und die Nachfrager nach heimischen Immobilien aus verschiedenen Perspektiven und konnten so den Gästen interessante Einsichten vermitteln. Zahlreiche institutionelle Investorinnen und Investoren setzen auf Österreich, da das Land als sicher gilt und ein Investment dazu dient, die Portfolios zu diversifizieren.

Franz Pöltl: Investieren ja, aber diskret

Den Beginn machte Franz Pöltl, geschäftsführender Gesellschafter der EHL Investment Consulting. Er sprach über die Investmentgewohnheiten der High Net Worth Individuals in Wien. Diese Investorengruppe der sehr Reichen ist zwar am heimischen Markt stark vertreten, verhält sich aber sonst sehr diskret, weshalb es in der Öffentlichkeit kaum Meldungen und Berichte über deren Investmentverhalten gibt.

Die High Net Worth Individuals (HNWI) agieren in der Regel wie institutionelle Investoren und bedienen sich für ihre Immobilienkäufe professioneller Manager. In seinem Vortrag gab Franz Pöltl Einblick in deren Investmentverhalten und die bevorzugten Immobilien. Die ohnehin bekannten Namen wurden zwar genannt, aber wenn es darum ging, wer sich sonst noch „unter dem Radar“ bewegte und welche konkreten Objekte gekauft wurden, war der EHL-Experte aus beruflichen Gründen sehr zurückhaltend

Helmut Seitz: Mehr Geld könnte in Österreich investiert werden

Über die Käuferinnen und Käufern aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion referierte Helmut Seitz, selbstständiger Rechtsanwalt in Wien. Die Nachfrage nach dem Standort Österreich ist trotz Sanktionen gegen Russland nach wie vor enorm hoch. Allerdings sind es nicht die „Oligarchen“, die kaufen, wie es die Medien oft gerne darstellen. Vielmehr sind es Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine Investitionsmöglichkeit in Österreich suchen. Dass ihnen der Weg ins Land nicht immer einfach gemacht wird, konnte Seitz aus eigener Erfahrung bestätigen, und er plädierte dafür, dies zu vereinfachen: Denn wer Geld im Land anlegen will, dem sollen die Wege nicht verbaut werden. Er gab auch Beispiele, wie andere europäische Staaten dieses Kapital in ihr Land ziehen.

Javier Gomez: Veränderung der Kapitalströme

Javier Gomez, Senior Director für International Investment bei BNP Paribas Real Estate, warf die Frage auf: „Globales Kapital, nur ein Mythos?“ Nein, ist es nicht, allerdings haben sich die Herkunftsregionen verschoben, und das meiste Geld, das in Europa investiert wird und damit auch in Immobilien, kommt aus Europa selbst. Die Analyse von Gomez brachte für einige Gäste sicherlich neue Erkenntnisse über die Investmentströme.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Informationen an diesem Abend. Fast pünktlich um 20.10 Uhr endete der offizielle Teil der Veranstaltung, und wie immer gab es danach genügend Zeit, um neue Kontakte zu knüpfen und die eigenen Netzwerke zu erweitern.

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